Samstag, 5. September 2009

Day 22 - 2293,77/2700km Fuentes de Ebro

Welcome into the Desert - Herzlich Willkommen in der Wüste





Dass wir wieder einmal zu spät loskamen, braucht man schon nicht mehr zu erwähnen. Gegen 12 Uhr machten wir uns dann an die zunächst schwierige Aufgabe, Lleida auf Fahrradfreundlichen Straßen zu verlassen: vergebens. Als wir dann zwischen Pfirsischplantagen umherirrten konnten wir zumindest die Vitamibversorgung einigermaßen kostenfrei verbessern. Die folgenden 90 Kilometer folgten wir dann blind der NII und hatten daher keine Probleme, den Weg zu finden. Als wir nach Lleida eine kleine Anhebung überquerten breitete sich vor uns die schier unendliche Wüste Monegros aus und so kam es durchaus vor, auf 30 Kilometern keinen einzigen Ort zu durchqueren. Sollte uns da mal eine schwierigere Panne ereilen, gute Nacht. Platten hatten wir allerdings reichlich. Ganze 3 mal mussten wir neue Schläuche aufziehen und auch meine Gangschaltung gab kurzzeitig den Geist auf. Gegen Ende der Etappe merkte ich doch ziehmlich stark die Beine, aber das lag auch daran, dass Thomas mir beim Mittagsstopp auf dem LIDL-Parkplatz die ganzen Partybällchen (lecker Hackfleisch) weggegessen hat. In Fuentes de Ebro, nahe bei Zaragoza wurden wir freundlich von José Miguel zum vorerst letzten Couchsurfing auf unserem Trip empfangen.

That we left Lleida again to late, we just don't have to mention anymore, right? Around 12 we left with the intention to get out of Lleida without taking some havy crowded Highways. This was more dificult than we expected. But when we passed some Peach-Plantations, we at least could increase our vitamin supply without paying ;) The last 90km we just followed the NII towards Zaragoza. After passing a steep climg behind Lleida, the big Monegros-Desert lay mysticly in front of us. There its quite normal, cycling for 30 kilometers without passing not even one little village, this is a bit scary when You imagine to have some unrepairable problems and try to find a bike shop. In fact, today we had 3 punctures and one problem with my gear change. At the end of the todays stage, I really could feel my legs, but there is a simple reason for that: during the lunch break in front of a LIDL market Thomas ate nearly all of the nice Meatballs. In Fuentes de Ebro we got a nice welcome from José Miguel in our last Couchsurfing for the moment.

Mathias (desert roads are sandy)

Donnerstag, 3. September 2009

Day 21 - 2168,65/2700km Lleida




Was ein Start! Nachdem ich mich am Vorabend vorlaut bereit erklärt hatte die ersten 20 km steil bergauf zu fahren um die gemütlichere Schlafmatratze zu bekommen (aufgrund meiner Risikoaversen Haltung bei Schnick, Schnack, Schnuck ist durch diesen Trick jegliches Wagnis an mir abgeperlt) hat mir jedoch der unterschätzte Anstieg stark zu schaffen gemacht. Nach dem Anhängerwechsel und einem kleinen Vollkornbrotsnack mit Nutella konnte ich mich auf der fast autolosen Straße wieder erholen. Zu guter letzt hat uns eine attraktive spanische Couchsurferin in Lleida empfangen und wir haben ein kleines gemütliches Zimmer im 6. Stock (man beachte auch das es bei solchen Höhen noch schwieriger wird unseren Freund durch enge Treppenhäuser und zu kleine Fahrstühle zu schleppen) bezogen. Als uns Sheila nach dem Nachtmahl auf die obligatorische Couchsurferaktivität "der Dachmoment" hinwies, wurde die Gitarre herausgeholt und bei romatischen Vollmond auf dem Dach geträllert was das Zeug hielt. Spitzenabend.

What a start. After I pertly agreed the evening before to go the first 20 km uphill to get the more comfortable sleeping matress (because of my risk averse attitude in the rock-paper-scissor game this trick helped me to avoid every kind of venture) the underestimated hike was killing me. After switching the trailer and a little wholemeal bread snack with Nutella I could recover on the almost car empty road. Finally an attrative spanish female Couchsurfer welcomed us in Lleida and we occupied a small cozy room in the 6. floor (note the difficult undertaking in such heights to drag the fuckin trailer trough the too narrow staircase). While finishing our dinner, Sheila emphasized the typical Couchsurfing activity "the Roofmoment" and so the guitar was taken and we lilted on the roof accompanied from the fullmoon. Awesome night Sheila :-).

Aus die Maus. Out the mouse
Thomas

Mittwoch, 2. September 2009

Day 20 - 2071,39/2700km Igualada

Lost in Montserrat






Nachdem wir es doch tatsächlich geschafft hatten, uns erst gegen 15:20 von Fannys Gastfreundschaft zu trennen, war also schon der halbe Tag vergangen, ehe, wir so richtig in die Gänge kamen. Eigentlich hatten wir ja auch nicht damit gerechnet, noch eine Unterkunft für heute Nacht zu erhalten, als plötzlich mein Handy klingelte: Nina, aus Igualada hatte die Mail gerade noch rechtzeitig gelesen und sagte spontan zu. Also hatten wir doch noch ein Tagesziel, welches auch gar nicht zu nah lag. Und nachdem wir uns dann einmal mehr verfranzt hatten und erst auf die Hilfe eines netten Spaniers angeweisen waren, hatten wir gegen Ende des Tages neben den Bergen auch mit einbrechender Dunkelheit zu kämpfen. Ende gut - Alles gut! Wir verbrachten den Abend zusammen mit Nina und Dani bei einem typisch katalanischen Abendessen! Danke auch für die Möglichkeit, unsere verschwitzten Sachen zu waschen!

We really were able to stay in Fannys flat until 15:20pm, and with all our calm, we started our trip to leave Barcelona. Half the day already passed by, until we then made it out of the big city. In general, we didn't expect to have an accomodation this night, when suddenly my cell phone rang. Nina, from Igualada just read my mail and decided spontaniously to host us this night. So after all, we had our todays goal, which by the way was not that close. And after being lost again, we needed the helpt of a nice spanish guy, who showed us the right way to the tow. So we not only fought with the montains, but also with the dark. Finally, we arrived good in Igualada, where Nina and Dani already waited for us with a special catalan dinner. Thanks also for the possibility to wash our smelling clothes ;)

Mathias (where is the correct road?)

Montag, 31. August 2009

Day 19 - 1995,92/2700km :) Barcelona


Die bisher längste Etappe der Tour

Nach dem Abschiedsfrühstück mit Pablo, bei dem wir uns auch nochmal für die umwerfende Gastfreundlichkeit bedanken möchten, hat uns der Wind in der ersten Hälfte ein Strich durch die Rechnung gemacht. Auf den ersten 70 von 147 km hatten wir ganz schön zu kämpfen aber dafür ging der Rest wies Brezelbacken. Dank eines unheimlichen Kräfteschubs haben wir nicht nur einen 27er Schnitt (und das mit Anhänger) erreicht sondern temporäre spanische Mitstreiter am Anstieg abgehängt. Irgendwie muss man sich ja Erfolgserlebnisse verschaffen ;-)
Um 22 Uhr sind wir dann von Fanny in Ihrer Musiker WG empfangen wurden.

After the Goodbye breakfast with Pablo (again Thank you so much for your overwhelming hospitality) the heavy wind badly afflicted us in the first half of the track. On the first 70 km we really had a hard time but therefore easy going way at the end. Due to an incredible muscle boost we not only achieved an 27 average speed but also beat temporary spanish comrade in arms at the hill. Sometimes you have to have experiences of success ;-)
At 10 pm Fanny welcomed us in her musician flat sharing community

Thomas

Sonntag, 30. August 2009

Intermezzo in Montpellier (Nachtrag vom/Addendum from 26. August )

Montpellier







Eine tolle Stadt, um die Beine etwas hochzulegen, bei einem Café ein Buch zu lesen oder am Place de la Comédie, die Menschen zu beobachten. Natürlich wurde auch der Kulturelle Part nicht vernachlässigt und so schauten wir uns ganz artig die Sehenswerten Viertel der Stadt an (und davon gibt es einige) Aber schaut eifach selber. Danke nochmal an Andrei für das unkomplizierte Couchsurfen. Nächstes Mal klappts bestimmt auch mit einem Ultimate-Frisbee-Match

A nice Town to relax a bit, drink a Coffee while reading a book, or just to sit in the Place de la Comédie and watching the people. Of Course, we also visited the famous quarters of the City and therefore we didn't missed out the cultural part. But just watch the fotos and have your own impression. Thanks again to Andrei, for the really nice Couchsurfing in your friends flat. Next time we will defenitely have the Ultimate-Frisbee-Match!

Mathias (no road today)

Samstag, 29. August 2009

Day 18 - 1848,18/2500km L'Escala


España!!!!





Nach der kurzweiligen Nacht am Strand machten wir uns heute also auf, die Berge zu erklimmen, Übermenschliches zu leisten und den Heldentaten unserer Vorfahren nacheifernd schier unschaffbare Taten zu vollbringen. Die Pyrenäen sollten heute also neben der Sonne der größte Feind auf unserem Weg nach Spanien sein. Soviel vorweg: wir haben gesiegt. Doch das wir es schafften, ist nicht nur den Muskelbergen unter unseren Radkleidung zu verdanken, sondern auch Titi, einem Franzosen, der uns beim Nachfüllen der Trinkflaschen versuchte klarzumachen, das wir einen sehr viel schwierigeren Weg nehmen als dies unbedingt notwendig wäre. So machten wir kurzerhand kehrt und verließen rankreich erst in Le Perthus, um dann, erneut begleitet von starkem Rückenwind, gen L'Escala zu radeln, wo wir von Pablo und Miquel schon mit einem extrem köstlichen Abendessen erwartet wurden (Und diesmal haben die beiden dem ganzen noch die Krone aufgesetzt und ich müsste erst ein Lexikon suchen, um die ganzen Köstlichkeiten herauszusuchen, die wir hier verspeisen durften). Kurzerhand, auch aufgrund fehlender Zusagen in Barcelona, werden wir morgen schon hier eine Pause einlegen und die verschwitzten Radsachen mit Meeressalz und Sandstränden tauschen. ;)

After the shor night at the beach we decided to face the situation, because today, it was not only the sun, but also the mountains, who were the oponents in our try to reach impossible goals, to beat unbeatable enemies and in the aim of being part of the history, and repeat the heroic deeds of our ancestors. So the Pyrenees were the biggest obstacle and so much in first place: we made it! But not only our meanwhile strong muscles made that possible, but also Titi, a french guy, who tried to tell us, that we were going directly into the hell, if we would continue the way, we were cycling. So we decided to take another road, which probably wasn't that steep. So we left France in Le Perthus and, acompanied by again strong wind from behind, the rest of the stage was easy. Pablo and Miquel already waited for us and in the evenig, they prepared a lovely dinner, together with friends (and this time I really can't tell You what we ate, because it would take me ages to check all the stuff in a lexicon :) Becausewe didn' t got a positive reply yet from Barcelona, we decided to stay one more day in L'Escala and change the sweaty clothes for beach and sea ;)

Ya muchisimas gracias a Pablo y Miquel por todo, la hospitaidad de vosotros nos gusta mucho y estamos felizes de haber podido encontrar gente como vosotros. Todo esto nos ayuda mucho para pasar un tiempo genial como lo estamos pasando!

Mathias ("road" se llama "carretera" aqui)

Ps: Who can see mi imagination in the picture with the "mountains"? Wer kann meine Gedanken lesen im Bild unten links mit den "Bergen"?

Freitag, 28. August 2009

Day 17 - 1751,69/2500km Argeles sur Mer





Pictures for the world

Um es vorweg zunehmen: Nein wir hatten an diesem Tag keine Panne und haben letztendlich präventive Maßnahmen getroffen. Bei der 20 km langen Eskorte von Francoise haben wir die Reifenabteilung eines Declathons geplündert und nicht nur dafür gesorgt dass unser Freund neue Mäntel erhält sondern haben auch nun erfolgreich die urprünglichen Anhängerkosten von 60 Euro auf 110 Euro erhöht. Obwohl uns die gewaltige Silhouette der Pyrenäen Furcht für die kommenden Tage einflößte, war der doch relativ starke Wind auf unserer Seite. Natürlich haben wir uns es am Ende das Tages nicht nehmen lassen, unser Zelt direkt am Meer aufzuschlagen. Doch der schöne Schein des Meeres trügte das Gesamtbild. Die Leinwandvilla stand und als wir die mit Meerwasser gekochten, ungenießbaren Nudeln mit einer noch beschisseren Pilzsoße weggehauen haben, kamen aller 5 Minuten zwielichtige Gestalten durch die Dünen und starrten uns ohne eine Begrüßung an und verschwanden im Dickicht. Obwohl wir schon Schiss hatten, da dieser Umstand bis tief in die Nacht andauerte, war für solche Nebensächlichkeiten einfach keine Zeit; wir mussten schließlich unseren 8 stündigen Schönheitsschlaf bekommen.

To say it in advance: No we dont had a puncture this time and we undertook preventive measures. During the 20 km long escort of Francoise we plundered the tire-section of the Declathon and we not only ensured that our fuckin friend received new tyres but we also scaled up the costs of the trailer from originally 60 to 110 Euro. Although we were intimidated by the tremendous silhouette of the Pyrenees the strong wind was on our side. Of course we didnt miss the chance the set up our tent directly at the ocean. But the appearance of the beauty ocean was deceptive. The tent was built up and when we threw away the inedible noodles, cooked with ocean water, and the shitty mushroom sauce there were heaps of shady persons every 5 minutes walking up and down around our place staring at us without saying hello or so. But there was no time for feelings of fear because we had to get our 8 hours beauty sleep.

Ich bin raus,
Thomas